Hainer See & Lagune

Das Grundstück liegt mitten im Leipziger Neuseenland am Rande der alten Ortslage Kahnsdorf und eines kleinen Wäldchens. Vorne raus schaut man auf die Lagune des Hainer Sees und hinten raus in den Park mit dem historischen Ensemble des Schiller- und Herrenhauses. Hier befindet sich das Schillercafe, ein Parkteich, ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz. In 300 m Entfernung befindet sich ein kleiner Hafen mit weiterer Gastronomie und ein kleiner Sandstrand mit Badeinsel.

Kahnsdorf ist schnell von der A 72 und A 38 erreichbar, mit dem Auto sind es nur 25 min bis in der Leipziger Innenstadt. Auch per Rad kommt man entlang des Pleißeradwegs gut nach Leipzig.

Kahnsdorf ist auch mit dem Bus zu erreichen. Die Buslinie 101 fährt nach Neukieritzsch  und nach Borna. Von hier aus gelangt man per S-Bahn nach Leipzig.

Baden & Freizeit

Das Ferienhaus liegt genau zwischen der Lagune des Hainer Sees und dem historischen Ensemble des Schiller- und Herrenhauses mit kleinem Park, Teich, Kinderspielplatz und Bolzplatz.

 

Der Hainer See ist 560 ha groß (entspricht  500 Fußballfelder) und 50 m tief. Der Uferrandweg ist 15 km lang und zu 70 % asphaltiert. Somit kann man hier auch sehr gut Inlineskaten. Es gibt aber auch schöne Nebenwege/Trampelpfade abseits des Hauptrundweges. Von den Hügeln des unbebauten Südufers hat man die schönsten Ausblicke auf den See. Am Ende der Lagune, ca. 300 m vom Ferienhaus entfernt, gibt es einen kleinen Sandstrand mit Badesteg und Badeinsel, direkt daneben einen kleinen Hafenplatz. Hier kann man in der Saison führerscheinfreie Motorboote in unterschiedlichen Größen und Ausrüstung für Stand-Up-Paddling ausleihen. Weitere angelegte Sandstrände gibt es am Nordufer. Rings um den See gibt es viele wilde Buchten, wo man im Sommer unter sich ist und seine Ruhe hat. Der Kahnsdorfer See im Nordwesten wird bewusst ganz der Natur überlassen. Hier gibt es keine touristischen Einrichtungen.

 

Wer allerdings größeres wie Wellnesstempel, Shopping- oder Partymeile erwartet, sucht vergeblich. Es gibt zwar einige größere Events wie das Lagunen- und das Schillerfest sowie einen kleinen Weihnachtsmarkt am Schillercafe und an Wochenenden drehen Oldtimer und Ausflügler aus Leipzig ihre Runden. In Kahnsdorf geht es aber insgesamt doch eher beschaulich zu, vor allem in der Nebensaison.

 

Wer mehr Programm haben will, für den gibt es viele Angebote im Umfeld, wie den Leipziger Zoo, den Freizeitpark Belantis, den Bergbautechnikpark, den Kletterwald bei Naunhof, die Eislaufhalle auf dem alten Messegelände oder den Kanupark Markkleeberg mit Wildwasserstrecke. Und natürlich die Stadt Leipzig mit all ihren Freizeit- und Kulturangeboten.

Infrastruktur im Ort

Die touristische Entwicklung hat erst vor einigen Jahren mit Flutung des Hainer Sees eingesetzt und wird jedes Jahr Stück für Stück ergänzt. Im Schillerpark befindet sich das Schillercafe mit historischen Charme und schöner Terrasse im Hof. Hier kann man auch Fahrräder und Tretmobile ausleihen. Im Ortskern gibt es das Cafe Kahnsdorf mit hausgemachten Eis und Kuchen. Am Hafen der Lagune befinden sich das Restaurant LaRi, ein Pub und das Cafe Lagrette, welches leckere Waffeln im Angebot hat. Im Hafen kann man auch führerscheinfreie Motorboote für 4 bis 11 Personen und Stand Up Boards ausleihen.

 

 

 

Am Nordufer gibt es neben dem Campingplatz einen Biergarten und einen Verleih für Wassersportgeräte (www.wake-beach.de). Kurz vor dem Eingang zum Campingplatz steht unten am Strand in der Saison das charmante Cafe-Mobil "Barina" mit richtig guten Kaffee und Kleinigkeiten (vorher nach Öffnungszeiten googlen!)  Man kann am Hainer See auch Wandertouren mit Alpacas buchen (www.alpacas-shop.de).

 

 

 

Einen guten Dorfbäcker gibt es im Nachbarort Großzössen in 2 km Entfernung. Mittwochs zwischen  9 und 11 Uhr hält vor dem Schillercafe direkt hinter der Hütte auch ein Metzger- und Bäckerwagen. Supermärkte gibt es in Neukieritzsch, Rötha und Borna. In Borna gibt es eine kleine Altstadt mit einigen Geschäften. Die anderen Städte im nahen Umfeld von Kahnsdorf sind zu klein, um eine richtige Innenstadt zu haben. Neben Leipzig gibt es sehr sehenswerte Altstädte in Altenburg und Grimma (jeweils 25 km).

Exkurs: von der Grube zum Badesee

Der Hainer See ist zwischen 1999 und 2010 geflutet worden und in wenigen Jahren entstanden hier eine Reihe neuer Ferienhäuser. Es wurden neue Wege und Strände angelegt. Zudem wurde das Schiller- und Herrenhaus samt Park, sozusagen das Herz von Kahnsdorf, saniert. Und die Natur legt sich kräftig ins Zeug, dass die Wunden des Tagebaus zusehends verschwinden. Die benachbarten Orte Espenhain und Mölbis waren im Dreck der ehemaligen Kraftwerke kaum zu erkennen und galten als dreckigste Orte der DDR. Zwischen 1911 und 1990 wurde aus dem Tagebau rund um Kahnsdorf Kohle gefördert, hier arbeiteten einmal 1.500 Menschen im Tagebau. Nach DDR-Plänen sollte der Tagebau noch bis 2015 laufen. Der See ist nach dem Ort Hain benannt, der dem Bergbau zum Opfer fiel. Dort, wo heute der Strand ist, im Norden der Ortslage Kahnsdorf, waren früher die Anlagen des Tagebaus.

 

Dies ist zum Glück alles weite Vergangenheit und eine der größten Landschaftsbaustellen der Welt zeigt Wirkung: Kahnsdorf liegt heute mitten im Leipziger Neuseenland, einer Region, in der in den vergangenen Jahren nahezu im Jahresrhythmus aus ehemaligen Tagebauen neue Seen mit Stränden und Häfen entstanden.

 

Noch vor einigen Jahren war Oettis Hütte die einzige am Rande des Hainer Sees. Erst in den vergangenen Jahren wurden die Straße "An der Lagune" und die anderen Häuser an der Wasserkante gebaut. Stellenweise ist die Lagune heute recht dicht bebaut. Im Bereich des Ferienhauses ist es jedoch sehr grün. Hier hat man noch recht freie Sicht aufs Wasser und der kleine Wald des historischen Parks des Schillerhauses reicht hier fast bis ans Wasser heran.

 

Die einen finden die neuen Würfelhäuser auf dem Wasser schick und cool, die anderen finden sie hier eher unpassend. Leider übertreiben es manche Hausbesitzer mit Carports, Koniferenwänden sowie mannshohen Zäunen auf ihren Grundstücken.

 

Eines ist jedoch sicher: So eine Urlaubslandschaft hat hier kurz nach der Wende, als hier alles noch Mondlandschaft war und sich die Kohlebagger durch die Landschaft fraßen, wohl niemand erwartet! Die Natur legt sich kräftig ins Zeug, dass die Wunden des Braunkohletagebaus zusehends verschwinden. Wo heute Segelboote vor dem Haus schippern, fuhren noch vor 20 Jahren die Braunkohlezüge aus dem Tagebau und im Hintergrund qualmten die Schornsteine von Kraftwerken und Brikettfabriken.